sonne

du blendest mich
mit deiner schönheit.
erwecke nicht die blüten,
die doch verwelken.

geh‘ fort!
denn du scheinst so nah,
doch deine wärme geht,
tag für tag.

du bist zu groß
für kleine menschen.
deine strahlen brechen nur,
in den wassern meines auges.

verschwinde!
mach‘ den tag wieder dunkel,
damit er
zum grauton meiner seele paßt.

komm, regen!
laß deine tropfen fallen,
das sie sich
mit meinen tränen mischen,

damit sie keiner sieht.