Thema: abends

  1. #1
    Registriert seit
    May 2001
    Beiträge
    17
    ostern, gestern,
    western guckt ich.

    sah von fern
    die schwestern lustig.

    die beiden hübschen
    lustgestalten

    denen ich sooft
    was hingehalten,

    die mir sooft
    den hals verenkten,

    wenn sie mir keines
    blickes schenkten.

    scheiss drauf,
    dacht ich

    fenster macht ich
    dicht. sich

    ärgern bringt mir,
    ihnen und sich
    gar nichts.

  2. #2
    Registriert seit
    May 2001
    Beiträge
    74
    HELLO ART

    also ich finde es im ansatz gut, also am anfang.

    dann bei

    "denen ich sooft
    was hingehalten,

    die mir sooft
    den hals verenkten, …"

    fängt es irgendwie an zu holpern.

    auch

    "fenster macht ich
    dicht. sich

    ärgern bringt mir,…"

    da ist mir der umbruch
    nicht schlüssig, wirkt wie
    eine krücke, um den reim
    zu retten, daß muss doch nicht sein.

    und mal ehrlich ART
    ist dem reim (matthias) überhaupt
    zu helfen bzw. des helfens wert.

    tja, soviel dazu.
    wenn du die beiden triffst,
    nen schönen gruß und so.

    mfg

    l.s.m.


    [Geändert durch lassiefaire am 11-06-2001 um 13:52]

  3. #3
    Registriert seit
    May 2001
    Beiträge
    18

    Also ich find die Huckel in der Metrik toll.

    Man muß halt nur flexibel mitlesen

    ohne vom Pferd zu fallen.

    Und noch ein Stab gebrochen für den Reim:

    I like it, er ist das einzige an und in jedem Poem, das sich nicht widerlegen läßt.
    Wenn er da ist, ist er da-da.

    Gruß

    m.

  4. #4
    Registriert seit
    Jun 2001
    Beiträge
    20
    Hallo Art,

    jeder wie er will. und ich finde es ganz
    gut, obwohl ich versucht hätte,
    die Huckel wegzuschreiben.

    Tschüß

    quit pro quo

  5. #5
    Registriert seit
    Apr 2001
    Beiträge
    468
    na na...

    anfänglich gleitet man sanft hinein, bis man - und dies ist, denkt man lange, schon des denkens wert - auf gepflasterte straßen trifft.

    mein bescheidener rat
    loser rat:
    schick die steine des pflasters
    über die reiling
    und begnüg dich mit dem wogen.
    (daher: erreich ein wohlklang ohne den kunstgleichklang)

    doch verzicht
    auf übersinnig große riesen,
    die vermeintlich dem wogen gleichen.
    (verzicht daher auf treibend "scheiß")
    es entglättet dies geschaffene meer zu sehre.

    nens schönen gruß und sonst auch.

    AB

  6. #6
    Registriert seit
    May 2001
    Beiträge
    17
    hey, freunde des bewegten wortes.
    was ist hier los? da guckt man einen moment nicht hin, dreht sich um und schon flattert´s im kasten!

    erstmal: dass eure gemüter sich rühren freut mich natürlich.

    dann: die analyse der architektur eines gedichtes ist ja immer auch eine geschmackliche.
    gefällt es, gefällt es nicht?
    ich kann da nichts zu sagen. meinem dings da, "abends" halt.

    ganz anders und darum gehts doch:
    koresspondieren inhalt und form?
    womit wir zu einer erklärung des versuchs kommen:
    das gerade schöne ist doch, dass die worte den raum eröffnen und zeitgleich, wobei der reim ganz klar ein taktmittel ist, das tempo bestimmen mit dem man ihn durschreitet.
    so ist`s gedacht.
    obs funktioniert und ob der raum einem gefällt, steht (s.o.) auf einem anderen blatt.

    AB, was ich mag: du klingst so versöhnlich, aber ich bin es eben nicht und ich scheiss halt auf bekackte dreckswogen,
    ich versuche den wellen zu trotzen und dabei noch einigermassen auszusehen.
    heimlich: and i like it!
    und das ist ja wohl die hauptsache.
    (hab´ ich was missverstanden?)


    und lassiesagen:

    komm rein,
    mein freumd!


    thanx for goodwill-understatement-happiness. und bitte weiter so. a.s.

  7. #7
    Registriert seit
    May 2001
    Beiträge
    74
    Wenig ARTig
    deine Worte

    doch richtig
    diese sorte.

    bis zur nächsten werk-tag-ung (o-man)

    mfg

    l.s.m.



  8. #8
    Registriert seit
    Apr 2001
    Beiträge
    468
    art*:
    "ganz anders und darum gehts doch:
    koresspondieren inhalt und form?"

    der sich wechselnde inhalt steht einer starren form gegenüber.


    art*:
    "womit wir zu einer erklärung des versuchs kommen:
    das gerade schöne ist doch, dass die worte den raum eröffnen und zeitgleich, wobei der reim ganz klar ein taktmittel ist, das tempo bestimmen mit dem man ihn durschreitet."

    schön gesagt. doch - ich weiß nicht, ob ich es "leider" nennen soll - begehst du stop & go, kick & rush. scheinbare wortfreiheit (bei mir als das "wogen" bezeichnet) wird einerseits von (teils) "krummen" reimen gebremst (= die Pflastersteine, welche die straße eben erscheinen lassen sollen) und andererseits durch unplatzierte, oder besser: fehlplatzierte wörter (="scheiß", welches der riese ist, der das meer zerreißt, es zu sehr entglättet) zu übergroßen sprüngen anheitzt, die es nicht schaffen kann.


    art*:
    "AB, was ich mag: du klingst so versöhnlich..."

    wenn das so klingt, dann sprechen wir von unterschiedlicher musik. der gedanke geht tiefer, egal, wie schön die wörter zu sein scheinen.


    art*:
    "...aber ich bin es eben nicht und ich scheiss halt auf bekackte dreckswogen, ich versuche den wellen zu trotzen und dabei noch einigermassen auszusehen.
    heimlich: and i like it!
    und das ist ja wohl die hauptsache.
    (hab´ ich was missverstanden?)"

    wie du siehst...

    nichtsdestotrotz: nen schönen abend

    AB

  9. #9
    Registriert seit
    May 2001
    Beiträge
    17
    ach, das sind die pflastersteine. hab das irgendwie anders verstanden.
    wir sind wohl unterschiedlich metaphorisiert.
    andererseits verstehe ich noch immernicht was dich an diesem "scheiss" stört, ...oder ist es die
    position im takt, im rhytmus? hui. na, wenn das so gemeint ist hab ich wohl tatsächlich einiges anderes in deinem bild gelesen.
    so ist das mit gedichten! jeder erkennt doch was er sehen will und die tiefe eines gedanken relativiert sich für die aussenwelt, sobald er verbalisiert ist. naja. aber ich bin halt nicht drauf aus mich zu begnügen, oder wohlklang zu erreichen. eher einklang. und dazu muss man sich halt mal scheisse um die ohren hauen. bildlich.
    du kennst diese schwestern wohl nicht?
    die können einen.. aberdasisteineanderegeschichte.

    nix für ungut. a.s.

    ach ja und
    p.s.:form und inhalt stehen sich gegenüber?
    das tatsächlich ist herbe kritik.

  10. #10
    Registriert seit
    Apr 2001
    Beiträge
    468
    nun, so weit so fern
    sind wir uns nicht.

    und das mit inhalt/form ist schon erklärt:

    das individuum reißt sich stark von einer emotionsecke in die andere, ohne daß dabei ein einschnitt/veränderung in der äußeren form entsteht.

    vielleicht reißt aber nur der silbrig ferne mond an meinen lidern, die nacht zu sehen. das wird's sein.

    so dann, tschau

    AB

  11. #11
    Registriert seit
    Jun 2001
    Beiträge
    8
    auch
    eine art beitrag
    Welches Wort ist zärtlicher:
    Geshlechtsverkehr oder sex?
    "Ficken" denkt Paul Klee und setzt seinen Rundgang fort

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Des Abends
    Von Bamma im Forum Archiv
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.04.2011, 12:10
  2. Abends
    Von Transpirat im Forum Minimallyrik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.03.2011, 20:36
  3. Abends
    Von Marian im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.12.2006, 10:46
  4. Abends mal ...
    Von Strassenreimer im Forum Humor, Satire und Rätselhaftes
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 02.09.2006, 16:28
  5. Abends
    Von M1-OVERK!LL im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.07.2006, 21:21

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden