So doch der Winter den Himmel düster, verhangen, grau spannt. Nackte feuchte Zweige im Winterhauch tropfend pendeln. Farblos kalt der Fluß schwimmt zwischen den welken Ufern, erfaßt ihn, den einsamen Wanderer offener Augen trotz nasser Füße ein Gefühl, das selten er, oder gar nie, erfahren. Wie wärmende Flammen so steigt es empor aus Seele und Geist und verwöhnt ihn mit Zufriedenheit. Losgelöst von allen Gedanken, die in ihm bis dahin lärmend gewohnt, wird er Eins mit sich und dem Raum, der ihn umgibt, mit der Zeit und mit dem Leben, das ihn dies wahrnehmen läßt, und er schöpft aus trüber Vergänglichkeit das Erwachen des neuen Frühlings.

Was nur, so fragt er sich, erweckt in dieser lichtarmen Zeit dieses Zufriedensein in meinem stürmischen Herzen, dieses Glück in meinem hetzenden Geist? Und er ermuntert sich selbst zu einer Antwort, „es ist, als ob mir die Flügelspitze eines Engels über die Seele gleitet, über jene Seele, die Michelangelos Adam durch die Berührung mit den Fingerspitzen zuteil geworden ist, als ob jede Sonne meines Dasein sich allein auf einen einzigen Punkt konzentriert – auf Arkadien, ja, nur so kann es sein…“

(ganz lautlos ist dieser Lärm, wmv2007)