1. #1
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    Monolg,Dialog?

    Wunderschönen guten Abend oder Morgen oder Tag!

    Ich habe eine Frage, Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt wieder in ein nichtiges Detail verrenne, werde ich jetzt versuchen meine Frage zu formulieren. (Vielleicht sehe ich den Wald vor lauter Bäumen auch nicht mehr)
    Also...... So weit so gut, nun zu meiner Frage. Ich weiß was ein Monolog ist (nämlich eine art Selbstgespräch) und ich weiß was ein Dialog ist (nämlich ein Gespräch mit mehreren Personen). Wäre ja auch noch schöner, wüsste ich das nicht! Ich weiß aber nicht, wie sich diese beiden Formen der verbalen Äußerung im Gedicht wieder finden lassen. Ich sage mal der Autor schreibt in seinem Gedicht:

    Wir starren aus dem Fenster,
    Wir gaffen in des Nachbarshaus,
    Wir wurden von der Welt zermürbt.
    Los kommt mit mir Gespenster,
    Wir fliehen aus dem Haus! Hinaus!

    Ist das ein Dialog oder ein Monolog? Das lyrische Ich spricht mit jemand, aber es antwortet keiner. Oder, wie ist das hier:

    Ich bin fort,
    du bist dort,
    lass uns doch gehn',
    zusammen stehn'.

    ???Einer spricht, der andere wird angesprochen.

    Ich sagte:" Wurstpelle!"
    Du fragtest:" Hä? Was?"
    Ich sagte:"Wurstpelle!"
    Du sagtest:"
    Lass dass!"

    Ist ein Gedicht immer ein Monolog? Wenn ein Gedicht nicht zwangsweise ein Monolog sein muss, wäre es nett ein erläuterndes Beispiel zu erhalten (wenn das nicht zu viel verlangt ist. Ansonsten, Option: In die Tonne kloppen!)

    Ein Danke schicke ich schon mal im Voraus mit! Mit freundlichen Grüßen Wurstpelle

  2. #2
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    Hi

    Einen Dialog in einem Gedicht zu kennzeichnen (Anführungs- und Schlusszeichen), macht dann Sinn, wenn sonst nicht klar ersichtlich ist/wäre, wer gerade spricht. Normalerweise geht das ja aus dem Kontext hervor und kann – vom Leser – eindeutig zugewiesen werden. Jedoch kommt es vor, dass Kritiker Anführungs- und Schlusszeichen als unschön (fürs Auge) kritisieren und sich darob mokieren, man würde ihre Intelligenz anzweifeln.
    Es ist aber gang und gäbe, meist in Balladen, diese Hilfsmittel zu gebrauchen. In der Bürgschaft zum Beispiel, oder im Erlkönig. Bei letzterem ist es noch ganz witzig, da wird nämlich nur die Rede des Erlkönigs gekennzeichnet, die Rede vom Sohn und dem Vater jedoch nicht. Ich würd’s einfach mal ausprobieren.

    Gedanken jedoch, die ein lyr. Ich tut, bedürfen keiner Kennzeichnung. Auch nicht, wenn es den Leser direkt anspricht bzw. sich an ein lyr. Du wendet.

    Gruss
    Margot

  3. #3
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    Danke

    Vielen Dank!
    Hat mir weiter geholfen!
    Einen schönen, geruhsamen Tag!

  4. #4
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    Bleibt noch zu ergänzen, dass man Lyrisches Ich und Lyrisches Du im Allgemeinen nicht als handelnde "Personen" betrachten darf (gehört zu Dramatik, wie schon erwähnt). Es gibt auch das lyrische Wir, Ihr, Sie, undsoweiter. Die Hobbylyriktherapiegruppe auf dotcom benutzt diese Bezeichnungen, um möglichst objektiv über das Gedicht sprechen zu können, und nur im unobjektiven Fall steckt in diesen Bezeichnungen schon eine Vereinfachung/Interpretation.

    Eigentlich ist in der Lyrik jedoch nicht objektiv festlegbar, wer der Sprecher oder der Angesprochene sein könnte: weder Personen/Figuren, noch der Autor oder der Leser, können die absoluten Bezugspunkte sein, wenn ein lyrisches Subjekt etwas vermittelt.

    Das Gedicht fällt in Sachen Erzählperspektive aus dem Rahmen und benötigt nicht den Vergleich mit anderen Gattungen, es sei denn, es strebt ihn bewusst durch Annäherung an, was durchaus Sinn hat.

    Grüße,
    fatcat
    Geändert von fatcat (09.02.2007 um 03:18 Uhr)
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

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