1. #1
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    <center>Wie der Wald sich wandelte


    Der Mogen graut, die Vögel zwitschern,
    Der Wald erwacht, in voller Pracht.
    Kein Dunkel mehr, nichtmal die Lichter,
    Der Sterne in der tiefen Nacht.

    Die Sonn' geht auf, die Blumen blühen,
    Jedes Tier kommt raus ans Licht.
    Die Sonnenstrahlen in der Frühe,
    Verpassen wollen sie das nicht.

    Der Tag, der nun begonnen hat,
    Verbreitet sich im ganzen Lande.
    Jeder, der nun hier ist wach,
    Merkt: es ist schöner als alles And're.

    Der Mittag folgt, die Sonn' steht hoch,
    der Wind weht durch den Baum.
    Der Igel streift nun wieder los,
    Versunken in einem Traum.

    Er träumt von Friede in den Welten,
    Einem Leben ohne Zwist.
    Keine Opfer, sich am Boden wälzend,
    Verletzt durch des schwertes Stich.

    Doch ist auch dieser Igel Klug,
    Und weiss doch ganz genau,
    Dieser Traum ist Lug' und Trug,
    Er kennt die Wahrheit: die Welt ist grau.

    Grau, wie der Abend der nun dämmert,
    die Tiere in Verstecke treibt.
    Selbst die Wölfe noch vor den Lämmern,
    Flüchten vor der Dunkelheit.

    Auch die Sonn' sie geht von dannen,
    Lässt im Stich das arm Getier.
    Die Kälte braucht nun nicht mehr bangen,
    Die Nacht, sie ist schon hier.

    Die Sterne leuchten wunderschön,
    Der Mond, erscheint in voller Pracht.
    Doch eines hat man übersehn,
    Den kleinen Hasen in der Nacht.

    Da kommen sie, die bösen Geister,
    Einst am Leben, nun Verfault.
    Durchziehen das Land, wie dunkle Schleier,
    Voran, das Wesen auf dem Gaul.

    Fürchterlich sind diese Schreie,
    Die hier nun zu vernehmen sind.
    Sie laufen nun in einer Reihe,
    Töten, bis das Blut gerinnt.

    Die Nacht, sie geht dem Ende zu,
    Die Sonn' sie traut sich wieder raus,
    Die Geister geben endlich Ruh.
    Sie kommen wieder, sagt die Maus.

    Der kleine Hase, ganz vergessen,
    Er liegt hier auf einem Stein.
    Das Blut, es läuft, der Kopf zerfressen,
    Dieser Tag wird anders sein!




    Written by Sanatos D'Atheru / The Raven ©25.05.2002</center>

  2. #2
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    Unhappy

    irgendwie traurig...
    gefällt mir aber wie du die situation auf die tierwelt projezierst
    mfg tom
    ~~Wer sich über Kritik ärgert gibt zu, dass er sie verdient hat~~
    --Tacitus--
    -----------------

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    Glut und Ruhe
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    Liebenssinn
    Für Marion: Neu geboren
    Chaos
    Im Schattenzauber
    Morpheus'Portal

    Ich würde mich über Kritiken sehr freuen!

  3. #3
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    Aha. Irgendwie traurig aber auch relativ lang. (was auch der einzige Kritikpunkt ist)

    mfg Kamelot
    Ich steh nicht auf kuscheln

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