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  1. #1
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    Die Legende vom grossen Schamanen

    Von Teufeln gezeugt und geboren aus Asche,
    gesäugt von der Wölfin, nebst zwei'n ihrer Brut,
    Instinkte erwachen und drängen zur Freiheit...
    zurück bleiben Reste von Knochen und Blut.

    Das Erbe der Finsternis in seinen Genen,
    gepeitscht von den Trieben satanischer Ahnen,
    verkrochen in Höhlen, das Tageslicht scheuend,
    erahnt er die Stärke des weisen Schamanen.

    Besessen vom lüsternen Drang, sich zu paaren,
    verdrängt er die Omen, die Vorsicht gemahnen,
    er sättigt sich gierig an menschlichem Fleische...
    und hört nicht die Trommeln des alten Schamanen.

    Gemurmelte Sprüche aus uralten Schriften
    entfesseln die Kräfte zum Bann der Dämonen,
    der Totem erwacht in der Hand des Schamanen...
    erprobt sind die Mächte der Traditionen.

    Schon öffnet mit wildem Getöse das Tor sich
    zur Unterwelt; Schwefelgestank dringt hervor,
    die Erde erbebt, grelle Blitze erzucken...
    nun hebt der Schamane den Totem empor.

    Entfachtes Inferno - die Fürstin der Schatten
    entleibt und zerfleischt den mißratenen Sproß
    und zerrt mit Geheul ihre Todestrophäe
    hinab in des Reiches helllodernden Schoß.

    Mit Donnerschlag schließt sich die offene Pforte,
    dem Bösen ward diesesmal Einhalt geboten...
    vom Totem gepfählt stürzt der große Schamane.
    Im Tale beklagt man die Seelen der Toten.
    Geändert von Lailany (07.11.2007 um 13:45 Uhr)

  2. #2
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    Liebe challenger!

    Grad gepostet..da kommt sie mit Hoellentempo schon angerauscht.
    Manchmal bin ich versucht, an Deine uebernatuerlichen Kraefte zu glauben

    Dieser Schamane ist eine Kreation meiner schwarzen Phantasie.
    Das kommt raus, wenn man nichts Besseres zu tun hat, als sich die Nacht um die Ohren zu schlagen...*g*

    Vielen Dank fuers Lesen und Kommentieren!

    Herzliche Gruesse
    von Lailany
    Geändert von Lailany (17.02.2007 um 00:01 Uhr)

  3. #3
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    Liebe Lailany,

    rein zufällig stolperte ich über dieses Gedicht und beschloss – nach langer schreibfauler Mitgliedschaft in diesem Forum – endlich mal eine richtige (in Bezug auf Länge und Eindringtiefe in das Werk) und somit umfassende Kritik zu schreiben (Du hast dies immer so umwerfend fleißig bei meinen Werken getan). Oft wurde nach meiner Einmischung in das Geschehen des Forums verlangt, hiermit soll es nun geschehen. Hoffentlich bin ich auch ein guter Kritiker .

    Wie bereits der Titel Deines Werkes verrät, wird die Geschichte eines Schamanen erzählt. Selbiger ist das Produkt unheiliger Kreaturen und offenbar nicht das erste Mal auf dieser Welt. Seine Existenz wird durch einen fortwährenden Kreislauf bzw. früheres Dasein (Vergleich mit dem aus Asche auferstehenden Phönix) gekennzeichnet – steht er vielleicht für das fortwährend wiederkehrende Böse in verschiedenen Phänotypen auf unserer Welt? Da er zu Beginn seines Lebens von einer Wölfin gesäugt wurde, Teil ihrer Brut (auch nicht gerade die liebevollste Bezeichnung für kleine pelzige Wildtiere mit Kindchenschema, dennoch charakterisierend) war, keine Gefühle sondern Instinkte in sich trägt und seine WG-Genossen einschließlich Leihmutter (?) offensichtlich auch noch des Lebens beraubte, scheint er nicht gerade das zu sein, was man landläufig als Sympathieträger bezeichnet. Andererseits scheint er nicht verantwortlich für seine Herkunft und die ihm inhärenten Veranlagungen zu sein. Wir haben es also mit der Manifestation des bemitleidenswerten Bösen zu tun.
    Tief in sich trägt er das Vermächtnis der Finsternis, welchem er nicht zu entkommen vermag - das unheilige Tun seiner Vorfahren setzt sich in ihm fort und hetzt ihn durch sein sonnenloses und einsames Leben. Doch irgendwann begreift er sich und erahnt die in ihm verborgenen Kräfte.
    Als weiterer Instinkt und richtungsweisender Wendepunkt seines Lebens wird dann der Sexualtrieb ins Spiel gebracht. Obwohl der Protagonist mittlerweile seine Herkunft kennt und weiss, dass er nicht menschlicher Natur ist und folglich auch nicht mit dem Menschengeschlechte „interagieren“ sollte, tut er dieses trotzdem. Die warnenden Zeichen kann oder will er nicht wahrnehmen.
    Nach bzw. parallel zu seinen erotischen Abenteuern beschäftigt er sich mit der Magie seiner Vorfahren und stellt sich offensichtlich ganz geschickt dabei an: er ist erfahren im Umgang mit den alten Schriften (Voraussetzung hierfür ist die Fähigkeit selbige zu lesen, der Schamane ist entweder Autodidakt oder diese Fähigkeit ist in seinen Genen verankert), versteht sich im Umgang mit Dämonenmagie und erzeugt das Totem – Insignium, Verkörperung und herkunftsbezogenes Sinnbild seiner umfassenden Macht.
    Doch sein Treiben wird von anderen Mächten beobachtet. So kommt es, dass die „Fürstin der Schatten“ (ein höheres Wesen mit regulierender Funktion und vielleicht sogar - da der Schamane als Spross bezeichnet wird - seine Mutter?) eingreift und Schlimmeres verhindert, indem sie ihn vom Antlitz der Erde tilgt, in die höllisch-helle Unterwelt zerrt und somit seinem irdischen Wirken ein Ende setzt.
    Die Schattenfürstin hat also (erneut?) das Böse besiegt. Doch hätte sie nicht schon viel früher in den Lebensweg des Schamanen eingreifen bzw. dessen Existenz verhindern können? Sie ist offenbar die Mutter des Bösen und sollte daher besser auf ihre Abkömmlinge achten. Andererseits gäbe es dann keine Rechtfertigung für dieses Gedicht – also wollen wir ihre Schusseligkeit einfach als dramaturgisches Element akzeptieren .
    Der Schamane landet also in seiner eigentlichen Heimat und gleichzeitig (zufällig oder als Strafe?) auf dem selbst hergestellten Totem. Er stirbt auf diese ironische Weise (der „Große Schamane“ ist demnach gar nicht so groß wie man meinen mag, zumindest nicht in Bezug auf die Mächte der Unterwelt) und oben auf der Erde trauert man um die von ihm verursachten Opfer. Wann wird er wohl wieder auferstehen und erneut die Menschheit heimsuchen?

    Inhaltlich eine schöne Erzählung, fast ein wenig kurz will ich meinen. Meine Wenigkeit hätte sich intensiver mit den psychologischen Vorgängen innerhalb des Protagonisten, den daraus resultierenden Erkenntnissen und natürlich auch seinen blutig-bösen Taten beschäftigt. Die Geschichte erhielte dadurch mehr Biss und weitere fesselnde Komponenten. Schließlich schilderst Du nicht „bloß“ eigene Emotionen, sondern erzählst eine gewollt gruselige Story. Auf die Länge kommt es zwar nie an (scnr), aber das Gedicht ist sehr ausbaufähig. Wenn Du möchtest, würde ich es mal versuchen. Aber das ist nur eine Einzelmeinung und soll in keinster Weise Dein Werk schmälern!!!

    Während des Lesens bin ich hin und wieder ein bisschen gestolpert, da Du im Laufe der Erzählung Metrikwechsel durchführst (die Sache mit den vielen großen und kleinen „x“ überlasse ich darin Geübteren). Ich für meinen Teil bevorzuge derzeit den Kreuzreim, welcher sich hier sehr gut machen würde. Einerseits verhindert er Metrikabweichungen (sehen das auch andere Leser so?) und andererseits bringt er viel mehr Dynamik ins Geschehen.

    Ein großer Nachteil Deines Wohnortes ist das Fehlen von Umlauten auf einheimischen Eingabegeräten – gern würde ich Dir eine PN mit ganz vielen Umlauten schicken, die Du dann nach und nach verbrauchen kannst .

    Sehr gern gelesen und sehr gern kommentiert!

    Gruß,
    Philophobos

  4. #4
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    Titel auf Wunsch der Autorin geändert

    yarasa / Moderatorin
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  5. #5
    Schwirl Guest
    Hallo Lailany,
    Nun nachdemich Dein Gedicht ein paarmal gelesen habe, weil ich von der Düsternis und der Phantasie begeistert war, komme ich zu dem Ergebnis das ich eine Fortsetzung möchte.
    Auch wenn Philo hier schon fast einen Roman geschrieben hat, mit seinem Kommentar, das heißt nicht das ich Romane nicht gut finde, ich bin schier begeistert, von Deinem Werk Lailany und die Kombiantion mit Philo, was der sich daraus denken kann))
    Da ich auch gerade eine eher Düsteres Thema beschrieben hatte auch in einer Nachtwache..grins.. sehe ich Dein Werk mit grusiliger Gelassenheit.
    der Bogen vom "Geboren Werden" bis zur "Erlösung / dem Tod" durch die Fürstin der Schatten ist gelungen. Die 2tletzte S gefällt mir am Besten.
    Liebe Lailany Noch viele Nächte für dich wünscht Sy

  6. #6
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    Lieber Philophobos

    Wie beim Lesen Deiner Werke, so auch hier bei Deinem Kommentar, war ich erstmal sprachlos...was bei mir eher Seltenheitswert hat.
    Dass ich nicht schon eher geantwortet habe, lag daran, dass ich seit einer Woche etwas Probleme mit meiner Netzverbindung hab, die so zwischendurch mal ganz einfach weg ist. Daher hab ich mich auf kurze Aktivitaeten beschraenken muessen.
    Zu diesem Kommentar wollte ich aber eine ausfuehrliche Antwort schreiben.
    Dass er Raritaetswert hat, weiss ich, ich kann mich nicht erinnern, von Dir eine solche Antwort schon irgendwo gelesen zu haben.
    Dass ich Dich nun hier in meinem Faden als Gast begruessen darf, ist mir eine besondere Freude, vielen Dank dafuer.

    Zu Deiner Interpretation:
    natuerlich hast Du all die Einzelheiten klar erkannt, wie sie von mir beabsichtigt waren.
    Was mich jedoch erstaunt hat, war, dass Du den fleischgewordenen Daemon und den Schamanen als eine Figur gesehen hast.
    Sehr interessante Schlussfolgerung, macht auch perfekt Sinn.

    Meine Idee war jedoch eine andere. Es geht um zwei Charaktere.
    Der Daemon wird geboren, auf die Erde geschickt, um das Boese auf Erden zu manifestieren.
    Der erfahrene (alte, weise) Schamane weiss von Anbeginn um seine Existenz..und bereitet sich vor auf das spaetere, unvermeidliche Zusammentreffen.
    Dasselbe gilt fuer das Geschoepf der Unterwelt. Auch er spuert die Macht des Rivalens, die ihm ans Leder will.
    Das haelt ihn solange in Schach und verborgen, bis der Drang, sich zu paaren uebermaechtig wird und staerker ist als die Vorsicht.
    Das ist der Zeitpunkt, den der Schamane nuetzt.
    Er aktiviert alle Kraefte, die ihm zur Verfuegung stehen.
    Bevor es zum Machtkampf kommt, sieht sich die Hoellenfuerstin bemuessigt, den Ihren, der Schande ueber die Unterwelt gebracht hat, selbst zu beseitigen.
    Sie will nichts dem Zufall ueberlassen und den voraussehbaren Sieg des Schamanen verhindern, da dessen Einfluss und Kraft dadurch sich noch verstaerken wuerden. Der Daemon ist ja ein wirklich missratener Abkoemmling.
    In dem ganzen Inferno will es ein ungluecklicher Zufall, dass der Schamane von seinem eigenen Totem gepfaehlt wird.
    Die Einzelheiten, wie es dazu kam, sind der Phantasie des Lesers ueberlassen.

    Ich gebe zu, dass mir auch ein wenig die Luft ausgegangen ist, weitere
    Einzelheiten zu verarbeiten.

    Hier moechte ich auch gleich einflechten, bevor dazu Fragen oder Kritik kommen: das Wort 'Schamane' kommt mit voller Absicht so oft vor. Da es eine Legende ist, eine ruehmende Schilderung der Tat eines grossen Weisen, sollte das in jeder Strophe hervorgehoben werden...sozusagen als Ehrfurchtsbeweis des Ueberlieferers.
    Es war sogar eine ziemliche Muehe, dieses Wort ein paarmal sauber zu verreimen, bzw. es so einzubinden, dass die Metrik rein blieb.

    Reimschema: abcb...einheitlich durchgezogen.
    Mit dem von Dir angesprochenen Kreuzreim hab ich bei laengeren Werken meine Probleme, ich gestehe, da gehen mir zu schnell die Reime aus..aber ich geb net auf. Auch das wird mir irgendwann gelingen.

    xXxxXxxXxxXx
    xXxxXxxXxxX
    xXxxXxxXxxXx
    xXxxXxxXxxX ......S1, 5, 6

    xXxxXxxXxxXx
    xXxxXxxXxxXx
    xXxxXxxXxxXx
    xXxxXxxXxxXx......S2, 3, 4, 7

    Sollte also stolperfrei sein.

    Dass das ganze Dings natuerlich noch ausbaufaehig waere, iss mir kleinem Hexenlehrling zwar bewusst, aber soweit bin ich noch net.
    Diese grossen Taten lasse ich lieber noch Meistern wie Dir ueber. Will nicht riskieren, dass mir auch so ein Unheil widerfaehrt, wie einem Deiner aufmuepfigen Protagonisten.

    Dein Angebot zum ausfuehrlicheren Um- bzw. Ausbau nehme ich natuerlich begeistert und dankend an.

    Was die Umlaute betrifft...seufz...ja, wenn das so einfach gehen wuerde..das waer toll. Ich wuerd sie hueten wie einen Schatz..
    Es ist sehr aergerlich und frustriert mich von Mal zu Mal mehr.

    Lieber Philophobos...ein nochmaliges Dankeschoen fuer Deinen tollen Kommentar. Ich bescheinige Dir hiermit mit gutem Gewissen, dass Du auch ein aeusserst kompetenter Kritiker bist.

    Ganz liebe Gruesse
    von Lailany

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Liebe syranie

    Herzlichen Dank fuer Deinen Besuch.
    Dass Du eine Fortsetzung moechtest, ist ein schoenes Lob. Ich werde mich bemuehen. Falls eine Gemeinschaftsproduktion mit Philophobos zustande kommen sollte, dann sei angeraten, es am helllichten Tage zu lesen und net beim Nachtdienst...
    Dass Dir die vorletzte Strophe am besten gefallen hat, zeugt von Deiner Blutruenstigkeit . Ich werde versuchen, dem beim naechsten gruseligen Werk Rechnung zu tragen.

    Es gruesst Dich lieb
    Lailany

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Liebe challenger

    Danke, fuers nochmalige Reingucken. Es freut mich besonders, da ich ueber Deine knappe Freizeit im Moment Bescheid weiss.
    Dass es auch Dir gefallen konnte, ist ein Kompliment, das ich mir gern hinter den Spiegel stecke.
    Ich bin schon bei Philophobos' Kommentar hin und weg gewesen.
    Wenn sowas Aehnliches irgendwann einmal von Dir kommt, werd ich wohl sofort umfallen vor Begeisterung...

    Ganz liebe Gruesse
    von Lailany
    Geändert von Lailany (22.02.2007 um 10:54 Uhr)

  7. #7
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    Lieber Paul Block,

    ich bedanke mich aufs herzlichste fuer Deinen lobenden Kommentar und das schoene Kompliment.

    Ich wuensche Dir ein schoenes WE
    und schick liebe Gruesse
    Lailany

  8. #8
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    Liebe Ev,

    oft schon gelesen hab ich dein Werk; wieso hab ich es noch nicht kommentiert?
    Ich sage nur: Großartig!
    An den Kommi und die Interpretation von Philo kommt man eh nicht heran
    und deshalb versuche ich es auch gar nicht erst.

    Deshalb meine Anerkennung für das Werk und dich.


    Lieben Gruß,
    katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  9. #9
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    Liebe supikatzi!

    Ein so tolles Lob und Kompliment von Dir bereitet mir immer wieder grosse Freude, kommt es doch von einer Dichterin, die ich ob ihrer Vielseitigkeit und unerschoepflichen Phantasie schon von Anfang an bewundere.

    Auch Dir vielen Dank und ein angenehmes WE!

    Herzliche Gruesse
    von der Ev

  10. #10
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    Hallo Kiwifederchen!

    Aber hallo, da stürzt ja was auf einen ein. Für meinen Geschmack sind zu viele düstere Wörter in deinem Text. Das erschlägt einen beim ersten lesen. Z.B. Strophe 1

    Teufel, Asche, Wölfin, Brut, Instinkte, Knochen, Blut

    Da kommt kein Bilderfluss bei mir zustande, da kommt so eine drückende Stimmung auf, dass man unweigerlich an Rammstein denkt. Das zieht sich durch das ganze Gedicht, meiner Meinung nach. Zu viel großartige Worte reingepackt, dass man beim lesen die Handlung vernachlässigt.
    Die Arbeit ist großartig, die darin steckt. Nach dem Lesen deines Kommentares, musste ich nocheinmal lesen, damit ich deine Intension überhaupt sehe.
    Es ist ein Gedicht, was einem im Kopfe nicht hängen bleiben kann, da m.E. hier übertrieben wurde mit Kraftwörtern.
    Dies ist aber nur die Meinung eines einfachen Strassenreimers, der keineswegs dies Werk schmälern möchte. Es ist mein ehrlicher Eindruck, der dir nicht zu Herzen gehen sollte, sondern als Begleiterscheinung dienen sollte für etwas anders denkende.

    Sei nicht traurig, denn sonst mag ich dich doch und natürlich auch deine Gedichte.....

    LG vom Strassenreimer
    (Du wärest nicht der Strassenreimer,
    wenn am Ende noch ein Vogelzwitschern zu hören gewesen wäre,
    eher hätte dir der fliegende Freund auf den Kopf gemacht.) Tessa

    Stolpersteine (alles aus Reimerhand)

  11. #11
    Tessa Guest
    Liebe Lailany,

    welch düstere Geschichte, fast Spielfilmqualität, mit einer enormen Dichte und Bildgebung. Passenderweise die düstere Wortwahl.
    Allerdings muss ich gestehen, dass mir mehrmaliges Lesen und studieren aller Kommentare, nebst deiner eigenen Intentionsdarstellung, geholfen hat, die ganze Geschichte zu verstehen.

    Vielleicht beschäftige ich mich zu wenig mit "mystischen " Dingen, dass kann der Grund sein. Hatte mich gefragt, wie der Schamane von seinem Totem gepfählt worden sein könnte. Schutzgeister oder Totempfahl, aber wie du schon schreibst, hier kann der Leser auch ruhig mal Fantasie entwickeln und indem ich mich damit beschäftige, spiele ich schon die verschiedenen unglücklichen Umstände durch. So soll es sein.

    Also, liebe Lailany , wunderbare Kommentar auf ein wunderbar gelungenes Werk. Mein Kompliment an deine Fantasie und der Umsetzung.
    Vielleicht schau ich nun doch mal öfter hier vorbei, sehr schön.
    Ganz liebe Grüße,
    Tessa

  12. #12
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    Lieber Strassenreimer

    Danke fuer Deinen Besuch, ich seh Dich immer mit Freude in meinen Faeden.
    Schade, dass ich diesmal nicht Deinen Geschmack getroffen hab..ich hab mich einfach auch mal an etwas Phantasievoll/Schaurigem versuchen muessen, da ich ein grosser Fan solcher Lektuere bin (King, Koontz...)

    Rammstein kenn ich net, das ist doch eine Musikergruppe? Oder?

    Kraftwoerter? Hm...dabei hab ich diesmal sogar sehr gegeizt mit meinen, ach, so heiss geliebten Adjektiven...

    Worueber ich echt froh und dankbar bin, ist, dass hier an Kritik und den unterschiedlichsten Meinungen net gespart wird.
    Ich waere sonst nie draufgekommen, dass sich der Sinn net sofort erschliesst. Dachte mir, es ist eigentlich alles ziemlich logisch aufgebaut, eindeutig und schon gar net verschluesselt.

    Ich werde mir daher beim naechsten Dings noch mehr Muehe geben, allen Kriterien Rechnung zu tragen.
    Insofern ist mir Dein Kommentar auesserst wichtig.

    Der 'einfache Strassenreimer'...na jetzt mach aber mal nen Punkt... ..
    wenn schon, dann bist Du der 'einmalige Strassenreimer' (und zwar mit 'ss' )

    Dein letzter Satz laesst mich hoffen und zuversichtlich sein ( dass Du mich trotzdem magst, obwohl Du nun einen Einblick in meine unergruendliche, dunkelschwarze Seele bekommen hast. )

    Ganz liebe Gruesse
    von Lailany

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Liebe Tessa

    Ganz herzlichen Dank fuer Deinen lobenden Kommentar und auch die Kritik.
    Es wird mir beim naechsten Dings eine Lehre sein, nicht so vehement zu 'verdichten'..

    Wie schon oben erwaehnt, bin ich nicht nur ein begeisterter Leser von gruseliger Fiction, auch Sachbuecher ueber Spirituelles verschlinge ich mit Begeisterung. Daher sind wohl die Pferde der Phantasie mit mir hier etwas durchgegangen, bzw. haette ich noch Strophen einfuegen, oder dranhaengen sollen.

    Wie gesagt: ich bin lernwillig und die Anregungen hier sind eine wertvolle Hilfe fuer Zukuenftiges.

    Fuer den mysterioesen Tod des Schamanen durch seinen eigenen Totem hab ich auch eine ERklaerung: er war net nur weise, sondern auch schon alt und tatterig und das Tohuwabohu war einfach zu viel fuer ihn..
    (oha...Dean Koontz wuerd mir den Kopf abreissen bei so einem lapidaren Ende.. )

    Dass ich trotzdem ein Kompliment von Dir erhalten habe, freut mich natuerlich sehr.

    Einen angenehmen Sonntagnachmittag und
    herzliche Gruesse
    von Lailany

  13. #13
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    Hallo Lailany,

    bin nach einer kurzen Pause ein bisschen Spät dran.

    Dafür hab ich mich umso mehr über Dein Gedicht gefreut.
    Ich glaube schon einmal etwas von Dir und einem Schamanen gelesen zu haben...
    Heute habe ich nur ein kurzes aber großes Kompliment für Dich.
    Hab Dich gerne gelesen...

    Federgewicht
    Frieden !

  14. #14
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    Hallo Federgewicht!

    Vielen Dank fuer Deinen Kommentar und das schoene Kompliment.

    Dieses Gedicht ist mein einziges zu diesem Thema.
    Ich habe es auch nur hier veroeffentlicht. Daher sollte es auch nur hier rechtmaessig zu finden sein.
    Kann in jedem Fall net schaden, gleich wieder mal eine Suche zu starten, da ich erst grad kuerzlich widerrechtlich etwas von mir an anderer Stelle entdeckt habe.

    Liebe Gruesse
    von Lailany

  15. #15
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    Wenn ich mich jetzt noch daran erinnern könnte wird ich Dir ja ´nen Weg weisen.
    Es kann aber auch sein das ich Dich schon ein paar Tage vorher gelesen habe
    und nur nicht Kommentieren konnte, was mir Leid täte da ich Dich dann auf eine vergebliche Suche geschickt hätte.

    Wie, wenn ich fragen darf, hast Du herausbekommen das etwas von Dir unrechtmäßig verwendet wurde und wie kann man dem Herr oder Frau werden
    bzw. vorbeugen ???

    Federgewicht, winkt
    Frieden !

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