Thema: Morgengebet

  1. #1
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    Morgengebet

    Morgengebet


    Zur Arbeit fahre ich an einem Park entlang.
    Die Vögel singen letzte Schatten aus den Sternen,
    der Tag bricht an und löscht mit Licht die Nachtlaternen.
    Dann schwillt aus Nähen und aus Fernen der Gesang.

    Mir ist, als trenne mich ein Vorhang voller Klang
    von einem Raum, zu dem es meine Seele drängt.
    Der mir schon lang versprochen ist und sich nicht schenkt,
    weil mir die Demut fehlt, auf meinem Erdengang.

    Ich stehe an der Kreuzung und mein Wähnen schweift.
    Bin ich derart verstrickt, dass ich die Huld der Stunde,
    den einen Zugang störe? Bete ich im Grunde
    genau um jene Gnade, die mich grade streift?




    ______________________________________________
    Alte Version

    Zur Arbeit fahre ich an einem Park entlang.
    Da singen Morgenvögel Schatten aus den Sternen.
    Der Tag bricht an und dann verlöschen die Laternen.
    Aus allen Nähen und aus Fernen dringt Gesang,

    ein Vorhang voller Klang, gezogen vor den Grund,
    den der Verstand noch nie bezwang, der stets gewogen
    der Demut scheint und der Geduld. Zuletzt betrogen
    ist auch der stärkste Drang und reicht nicht hin zum Bund.

    Ich warte an der Ampel und mein Wähnen schweift.
    Ob ich die Huld der Stunde mit dem Auto störe,
    ob sich etwas empöre? Ob ich nun verlöre
    die Gnade meiner Zeit, die mich doch grade streift?


    .
    Geändert von Erebus (14.06.2007 um 07:56 Uhr)
    .....
    D i e.....v e r s u c h t e.....W e l t ............
    ......a u s g e w ä h l t e .....T e x t e ......
    Alles ist Lüge an mir; aber dass ich zerbreche - diess mein Zerbrechen ist ächt! (Friedrich Wilhelm Nietzsche: Also sprach Zarathustra - Der Zauberer)

  2. #2
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    Lieber Ulrich, es ist wieder schön gereimt und sehr flüssig zu lesen, aber wieder auch will sich mir der Sinn nur teilweise erschließen.
    Strophe 1. Z. 4: welcher Gesang. Vogelstimmen sind im geschlossenen Auto wohl kaum zu hören, nicht im Sinne dieser Zeile.
    S.2 Der Vorhang wird vor einen Grund gezogen: Das könnte bedeuten, dass LI nicht versucht, den Augenblick zu verstehen, einsichtig, dass dieses auch nicht möglich ist. z.3 "der" bezieht sich wohl auf den Verstand. Der Rest von S. 2 noch einmal bekräftigend, aber welcher Bund? S.3 letzte Zeile: Es ist ja aus dem Kontext eher der Augenblick und nicht die volle Zeit.
    Liebe Grüße,
    P.

  3. #3
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    Lieber Ulli,
    dein Gedicht ist sprachlich ein wahres Gebet, trotz des Autos das darin vorkommt.
    Ich denke dein lyr.Ich hat aus dem Auto heraus, für einen Moment, das Wunder der Natur erfasst, in "Bild und Ton". Im selben Moment ist es tief berührt worden und hat eine unendliche Dankbarkeit empfunden. Woher ist das? "Oh, störe nicht das Wunder der Natur" (oder so ähnlich)
    Reue, schlechtes Gewissen klingen mit ein: Störe ich? Schaffe ich es je, mit dir in Einklang zu stehen? Habe ich meine Zeit vertan, indem ich nicht genug beachtet, geachtet habe?
    Du beschreibst einen schönen Moment und du hast ihn angemessen in schönen Bildern verdichtet.
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

    - Ich bin umgezogen. Meine neue Zuhause-Seite ist in meinem Profil zu finden -

  4. #4
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    Hi Erebus,

    mir gefällt das Ding hinten und vorne nicht. Beim Lesen steckt einem ein Kloß im Hals, der nicht herunterrutschen will und das liegt nicht an den Fragen am Schluss.
    Ich verzichte ausnahmsweise auf den ausführlichen Lob-Tadel-Differenzierungs-Schmonz, daher eine Frontalkritik; ich hoffe du verstehst das.
    Das erste, was mir negativ auffiel, ist die extrem disharmonische Beziehung (im Sinne von: es will rein gar nicht passen) zwischen Szenario (Fahrt zur Arbeit) und sprachlicher Ausstaffierung. Das verlyrischte, teils sehr kitschige (V.2 und V.11) Drumherum will sich so ganz und gar nicht ineinander fügen lassen.
    Daneben prägnant: Die Klangfiguren. Man schaue allein auf die Fülle an an/ang-Verknüpfungen in den ersten beiden Strophen. Deine vermeintliche Intention war das Schaffen von Einklang. Doch das gelingt nicht, im Gegenteil: Das ständige "ang"en lässt den Leser im wieder auf dasselbe Intonationsniveau aufstocken, der Knoten wird nicht gelöst bis Z.9! Diese Reimspiele mittendrin sind nett, doch die geringe Variation raut dem Leser bereits in V.3 den letzten Nerv. Klanglich ist es leider so arg missraten.
    Eigentlich wären dies die beiden Hauptpunkte. Man könnte noch die teils merkwürdig Sätze in semantischer/syntaktischer Hinsicht bekritteln ("Ob ich die Huld der Stunde mit dem Auto störe,/ ob etwas sich empöre?" ist z.B. eher unfreiwillig komisch, nicht zuletzt wegen Inversion und den oben erwähnten Punkten) und auch die Brüche durch so schmucklos platte Säte wie in V.1. Letztlich läuft es aber darauf hinaus, dass Thema+Sprache und die unmäßig eingesetzten Figuren dem Gedicht das Genick brechen.

    Sorry, aber das sind essentielle Punkte, die nicht stimmen. Aus meiner Sicht ein Schuss in den Ofen.

    Nichts für ungut
    Philipp

  5. #5
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    Hallo Parlevio,

    Ich freute mich sehr, als ich Deinen Kommentar las, wollte aber nichts auflösen und tat recht daran.
    Das dir mein Text so verkrypt vorkam ist wohl meine Schuld, aber es wäre sehr schwer, in nur wenigen Zeilen die Sachlage ganz umfassend und schlüssig darzulegen, bspw. noch das Fenster herunterzukurbeln. Dies überlasse ich dann faul und -letztendlich selbstgefällig- dem Leser. Außerdem ist ja interessant, ob sich jeand findet, der seinen Zugang zu dem Text unbeschwert findet. Der Autor will ja vor allem dies erfahren.
    Ich danke dir, das du dich des Textes annahmst.

    Liebe Dana.

    Ich küsse dich stumm für Dein Verständnis meines Textes. Irgendwie lag mir viel daran, etwas Liebes zu dem Gedicht zu hören, und da kamst Du.
    Du hast eigentlich alles beschrieben, wie ich es empfand, und ich bedanke mich bei Dir.



    Hallo AiAiAwa,

    mit etwas Unbehagen las ich Deine Kritk, kann Deinen Argumenten folgen, nur bekümmern sie mich nicht so tief.
    Was nicht heißt, dass ich den Text im Gegensatz zu Dir für besonders gelungen hielte. Ich kann mit der ganzen Schwere des Verrisses nichts anfangen, oder vielleicht will ich dass auch nicht.
    "Kitsch", das missfällt mir natürlich, aber, ach, was soll's. So recht kann ich ihn auch nicht festmachen, Deinen Missfallen, ich sage mir dazu, das ist eine subjektive Einschätzung. Ich glaube auch, dass bestimmte Bilder des Jammers, der Wehleidigkeit, der Süsslichkeit, des Kitsches Abneigung hervorrufen. Ich kenne das ja von mir selbst.
    Auch die "-angerei", die reimerische Verknotung der beiden ersten Strofen, dann die abgesetzte Dritte, all das ist soweit nachüberlegbar, aber ein Gefühl will sich mir nicht einstellen: das ich Dich verstehen könnte. Es ist, als sprächest Du aus einer großen Entfernung.
    Ich bin gespannt darauf, ob sich mir noch Erkenntnisse auftun aus Deinem Kommentar, für den ich Dir danke.


    Liebe Grüße
    Ulrich
    .....
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  6. #6
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    Hi Erebus,

    das mit der Entfernung mag stimmen. Wenn dich diese Punkte jedoch nicht tief berühren, zweifle ich an deinem Bemühen, ein ernstzunehmender Dichter zu sein (vielleicht willst du auch nicht so weit, keine Ahnung). Kitsch ist irgendwo relativ, klar, aber irgendwo muss ja auch eine Grenze sein (singen+Morgenvögel+Schatten aus Sternen - geht noch mehr in einer Zeile?). Wenn du Angerei nicht nachvollziehen kannst, endet für mich die Nachvollziehbarkeit. Ständig A-A-A, lautliche Langeweile; es ist kunstvoll, wenn man es gezielt einsetzt, doch das hier ist ein Überschwall, gerade mit so einem hervorstechenden Vokal (maximaler Öffnungsgrad des Mundes). Wie gesagt, dieser Knoten wird viel zu spät gelöst. Das geht am schlus in Ordnung, vorher ist es schlicht nicht genießbar.
    Natürlich bin ich nicht so blitzgescheit, alle Gedichte korrekt runterzukritisieren. Aber selten waren die Fehler (abseits von Zergliederung und wirrem Inhalt) so offensichtlich - und tut mir leid, dass ist es nun mal - wie hier.
    Des Weiteren gehst du auf die anderen Punkte nicht ein (keine Zeit/Lust?), wobei mir noch einfällt, dass ich die Syntax der ersten Strophe wohl auch zum Klangdilemma beiträgt.

    Wie ich oben gesagt habe, ist dies Frontalkritik. Wenn es also überhart rüberkam, dann wohl auch, weil ich auf Positives verzichtete. Zudem sind m.E. die fehler eklatant.
    Jedem seine Meinung. Aber irgendwo kann man nichts mehr schön reden. Allerdings kann ich dir sagen, dass du so etwas viel besser kannst.

    Wenn du mich nun immer noch nicht verstanden haben solltest, weiß ich auch nicht weiter. Aber es ist immer nützlich, auch (oder gerade) auf Kritik einzugehen, die Unbehagen auslöst. Solche ist heutzutage etwas selten, gerade hier.

    Grüße
    Philipp

  7. #7
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    Hallo Philipp,

    ich will einmal mit anderen Worten schildern, welches Problem ich habe.
    Ich möchte aber anführen, dass ich mich geehrt fühle, dass Du Dich meines Textes annimmst.
    Dafür will ich mich auch nochmals bedanken, vor Allem, da Du Dir sogar ein zweites mal die Mühe machst.

    Ich habe auch nicht umgehend auf Deinen Kommentar geantwortet, weil es ja die Möglichkeit gibt, dass sich in meinem Kopf etwas tut, dass mir hilft, einsichtig zu werden.
    Ich weiß, das der Text nicht das Gelbe vom Ei ist.
    Ich wurde auch andernorts auf Mängel aufmerksam gemacht, und merkwürdigerweise konnte ich die dort aufgezählten Fehler besser verinnerlichen: zum einen die Ob-serei in S3 und dann die zwar lesbare, aber zu verschlungene, zweite Strophe. Auch die fehlende Präsenz eines identifizierbaren LyrIch wurde angeführt.

    Es gibt die verschiedensten Arten, auf die mich ein Text, aber auch ein Kommentar anspricht.
    Wenn ich Kommentare lese, habe ich bisweilen das Gefühl, auf einer anderen Ebene als der vordergründigen, wortwörtlichen betroffen zu sein.
    Ist das nicht der Fall, so habe ich es zumeist mit einfachen und auch eingängigen Hinweisen zu tun.
    Nun geht es mir so, das die Hinweise, die Du mir lieferst, mir nicht eingängig sind.

    Zum anderen spricht mich dein Kommentar aber auch auf einer anderen Ebene nicht an, es ist mir so, als ob Deine Worte jemandem anderen gölten.
    Zweifle jetzt nicht an meinem Verstand, auch wenn sich dies so anhört, als stünde ich neben mir.
    Du machst die Sache ziemlich dringend
    zweifle ich an deinem Bemühen, ein ernstzunehmender Dichter zu sein
    , worauf ich nicht weiter eingehen kann. Aber sei gewiß, dass ich darüber nachdenke, auch wenn ich mir noch Zeit dafür nehmen will.
    Da ich also schon verschiedene Vorschläge zu dem Stück erhielt, nicht nur von Dir, werde ich es mit Sicherheit überarbeiten. Und dabei auch das beherzigen, was Du anführtest.
    Nur kann ich momentan noch nicht festlegen, wie ich's mache.
    Nochmals Danke

    Lieber Gruß

    Ulrich
    .....
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  8. #8
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    Hi Ulrich,

    ich habe mir spaßhalber schon mal die Antwort des Herrn Probst auf dem Tümpel durchgelesen. Hat sicherlich auch recht mit seinen Ausführungen.
    Ich weiß wiederum nicht, wie ich meine Argumentation nachvollziehbarer machen kann. Es ist gewiss leichter, ein paar Abschnitte und Unklarheiten anzukreiden als generell eher Abstraktes zu kritisieren (wobei einige Formalien schon sehr konkret sind; allerdings geht es hier auch sehr stark um die Wirkung der Figuren).
    Dass du dich mit meinen Kommentaren auseinandersetzt, ist auf jeden Fall klasse, da dies einen immer weiter bringt als Ignorieren. Egal, ob sich nachher herausstellt, dass man den Kritikpunkten nicht zustimmen kann, oder ob sich darin halt doch ein paar (für den autoren) wichtige Gedanken verbergen.

    Grüße nochmals
    Philipp

  9. #9
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    Guten Abend, Erebus,

    also mir gefällt Dein Gedicht gut. Es hat so etwas Fließendes und besitzt eine Klanglichkeit, die beim Lesen wie Musik auf mich wirkt. Außerdem sind die Bilder von einer metaphorischen Kühnheit.


    Da singen Morgenvögel Schatten aus den Sternen.
    Aus allen Nähen und aus Fernen dringt Gesang,

    ein Vorhang voller Klang, gezogen vor den Grund,
    den der Verstand noch nie bezwang, der stets gewogen
    der Demut scheint und der Geduld.

    Ob ich nun verlöre
    die Gnade meiner Zeit, die mich doch grade streift?

    Das sind Bilder, die mir gut gefallen. Vor allem gefällt mir, dass Klänge innerhalb der Zeilen vorhanden sind, Binnenreime und Assonanzen. Die Tonart des Gedichtes wechselt von sehr konkreter Ausgangsposition:

    Zur Arbeit fahre ich an einem Park entlang.
    Der Tag bricht an und dann verlöschen die Laternen.

    zu einer Verschmelzung von Sinneswahrnehmung und Gedanklichkeit. ("Klang" - Demut, Geduld)

    ein Vorhang voller Klang, gezogen vor den Grund,
    den der Verstand noch nie bezwang, der stets gewogen
    der Demut scheint und der Geduld.

    Hier allerdings erkenne ich eine logische Schwachstelle:

    Zuletzt betrogen
    ist auch der stärkste Drang und reicht nicht hin zum Bund.

    "Drang" und "Bund" hängen zu sehr in der Luft und verbinden sich zu wenig mit dem Vorhergehenden.

    Sehr schön finde ich indessen die letzte Strophe:

    Ich warte an der Ampel und mein Wähnen schweift.
    Ob ich die Huld der Stunde mit dem Auto störe,
    ob sich etwas empöre? Ob ich nun verlöre
    die Gnade meiner Zeit, die mich doch grade streift?

    Insgesamt also ein Gedicht, das ich wirklich sehr gerne gelesen habe.

    Herzliche Grüße

    Hans Werner

  10. #10
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    Hallo Philipp,

    sorry, dass ich mir soviel Zeit ließ. Ich wußte eigentlich nichts, ob ich noch was zu sagen hätte. Derzeit ergibt sich bei mir nur wenig, ich muss wohl liegenlassen.
    Im Tümpel machte mir KB noch ein paar Vorschläge, die dem Stück eine ganz andere Richtung geben würden, die mich aber - nach und nach - mehr interessieren.
    Ich danke Dir für's erneute Vorbeischauen. Falls ich tatsächlich mit dem Stoff was anderes hinbekomme gebe ich Dir - mit Deiner Erlaubnis - Bescheid.
    Auseinandersetzung mit Kritik, besonders mit negativer, ist nicht leicht, aber immer lehrreich wenn man sich darauf einlässt (was nicht immer gelingt) - da stimme ich Dir voll&ganz zu.

    _______________

    Hallo Hans Werner,

    jetzt hatte ich mich doch mit der Unverständlichkeit abgefunden, da kommst Du und beglückst mich mit Zustimmung.
    So geschieht's und ich habe das Glück, daraus lernen zu können. Dafür bedanke ich mich vielmals.
    Die erste Strophe halte ich persönlich für die gelungene. Ich habe dort sehr kontrastierende Verse verbaut, nüchterne im Wechsel mit lyrischeren, was mir persönlich gefiel, und Du hast es sehr klar herausgelesen.
    Das Dir der Text erschlossen ist, gefällt mir natürlich sehr.
    "Zuletzt betrogen
    ist auch der stärkste Drang und reicht nicht hin zum Bund.": hängt Dir zu sehr in der Luft, dass kann ich nachvollziehen, weist doch gerade in dieser Passage das Gedicht am weitesten vom Realgeschehen fort, in etwas Jenseitiges, auf das Ziel des "Gebetes".
    In S3 wollte ich die Verunsicherung des LyrI, reflektierend im Gebet, zum Ausdruck bringen.
    Es freut mich, dass Du mit dem Text etwas anzufangen wußtest, und ich bedanke mich ganz herzlich

    Liebe Grüße

    Ulrich
    .....
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