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  1. #16
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    Doch sie selber unterbrach rasch ihren eigenen Gedankengang. Tote konnten nicht wieder zum Leben erweckt werden. Aber ging es nicht andersrum? "Lass mich tot sein.", sagte sie. "Nur für einen Tag." Die Königin sah sie lange sehr ernst an. Es war, als würde eine harte Hand sie packen, und sie spürte, wie diese Frau in ihre sämtlichen, gut behüteten Gedanken eindrang. Sie krümmte sich fast vor Schmerzen, aber mit einmal war es vorbei. "Du hast einen festen Willen und ein reines Herz. Ich will dir deinen Wunsch erfüllen- doch bedenke: Aus dem Reich der Toten sind nur ganz wenige wieder zurückgekommen. Du kannst es schaffen,wenn du willst. Wenn du es nicht schaffst, werde ich dir allerdings auch nicht mehr helfen können." Caroline schüttelte nur stumm den Kopf. Sie hatte ihren Entschluß gefasst, und nichts würde sie mehr davon abbringen können, ihren Vater noch ein letztes Mal zu sehen...............

    Bis zum nächsten Mal...
    Eure

    Sisty
    >>Maktub<<, sagte endlich der Händler.
    >>Was ist das?<<
    >>Um das zu verstehen, muss man Araber sein<<, antwortete er. >> Aber die Übersetzung wäre ungefähr so: >Es steht geschrieben.< << (aus: Der Alchimist, Paulo Coelho)

    Maktub.
    ~kratzbeere~

  2. #17
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    Plötzlich wurde sie von einem Gefühl übermannt, dass sie vorger noch niemals in ihrem Leben gespürt hatte: Leben. Das Leben, das in jedem ist, doch nus sehr, sehr selten jemand findet. Die Gewissheit, niemals zu sterben. Die Gewissheit, niemals aufzuhören, zu existieren. Und sie wusste ihren Wunsch, der sie wie ein Schlag traf. Sie prallte zurück. "Ich.." sie schluckte. "Ich, will für immer bei meinem Vater sein" ihre Stimme war so ruhig, dass es sie selbst erstaunte, als wäre es nicht sie, die weitersprach. "Ich will sterben. Ich will in das Reich der Toten, zu meinem Vater, der der einzige ist, der mich wirklich versteht. Mich wird niemand vermissen, da mich niemand kannte."

    Ob dieser Wunsch erfüllt werden kann, soll jemand anderes entscheiden.
    Du lebst so lange, bis andere aufhören, dich zu lieben

  3. #18
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    Plötzlich spürte sie etwas, was sie noch nie zuvor gespürt hatte: das reine Leben. Ohne denken, fragen oder reden. Sie fühlte sich frei und wollte, dass dieser Moment zur Ewigkeit würde. Und auf einmal wusste sie es. Was schon immer in ihr war, aber erst jetzt wusste sie es. "Ich.." sie schluckte. "Ich will für immer bei meinem Vater sein." sie war erstaunt darüber, das sie so plötzlich eine so feste Stimme hatte, als wäre es nicht sie selbst, die sprach. "Ich will in das Reich der Toten, und sind Regel nicht dazu da, gebrochen zu werden?" sie sah sie verzweifelt an und spürte, dass sie ihr diesen Wunsch nicht erfüllen konnte. Sie fing an zu weinen, bevor sie überhaupt eine Antwort bekam.


    Wies weitergeht entscheidet jemand anderes
    Du lebst so lange, bis andere aufhören, dich zu lieben

  4. #19
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    Sie war noch niemals in ihrem Leben entschlossen gewesen, zu sterben. Es war absurd. Sie war ein wirklich glückliches Mädchen, wieso sollte sie von der Erde gehen. Ihr Leben war jetzt und hier. Und doch- alles, alles was für sie zählte, war ihr Vater.
    "Willst du leben?"
    Es war nur eine Frage, die jetzt in ihrem Kopf dröhnte. Willst du leben... ja, natürlich wollte sie leben. Natürlich. Sie war noch jung, sie hatte noch so viel vor... doch andererseits...
    "Ich werde zu meinem Vater gehen. Und ich werde wieder zurückkommen."
    Und das war ihr Entschluss.
    Ein Entschluss, der alles verändern sollte.
    >>Maktub<<, sagte endlich der Händler.
    >>Was ist das?<<
    >>Um das zu verstehen, muss man Araber sein<<, antwortete er. >> Aber die Übersetzung wäre ungefähr so: >Es steht geschrieben.< << (aus: Der Alchimist, Paulo Coelho)

    Maktub.
    ~kratzbeere~

  5. #20
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    Ihr Wunsch wurde ihr von der Königin erfüllt... Plötzlich spürte sie, wie alles Leben aus ihrem Körper wich und sie in eine andere Dimension reiste. Dieses Gefühlt verursachte panische Angst, doch zugleich war das Verlangen, ihren Vater zu sehen stärker als alles andere..Als sie endlich wieder festen Boden unter den Füssen hatte schaute sie sich im Reich der Toten um und war erstaunt.. Sie suchte nach ihrem Vater doch zuerst erkannte sie ihn nicht... Als sie ihn sah, flog sie überglücklich in seine Arme und fühlte sich seit langem wieder wirklich geborgen. Ihr Vater war erstaunt:" Was tust du denn hier meine Kleine?Ist dir etwa irgendetwas zugestossen, dass du jetzt wieder bei deinem Vazer bist?"
    "Nein, es war meine eigene Entscheidung.. Es ist eine sehr lange und seltsame Geschichte..."

    ____________________________________________________________

    Okay, the next one!
    Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.
    gez.:Hexchen

  6. #21
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    Sie erzählte ihm die ganze, lange Geschichte und lies nicht aus. Er sah mich an. Ich konnte nicht sagen, was dieser Ausdruckt bedeutete, denn sie hatte ihn noch nie gesehen. Vor allem nicht bei ihrem Vater. Sie zitterte. Ihr Vater legte seine Hand auf ihre Schulter und blickte sie plötzlich sehr, sehr traurig an. "Was, was ist denn, warum siehst du mich so traurig an?" Plötzlich ergriff mich Panik, ich hatte meinen Vater nie so traurig gesehen. Dann fühlte ich es. Meine Seele verlies wieder meinen Körper, doch diesmal konnte mich die Vorfreude auf meinen Vater nicht mehr trösten....


    viel spass beim weiterschreiben
    Du lebst so lange, bis andere aufhören, dich zu lieben

  7. #22
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    Das ziehen an ihrer Seele wurde immer stärker. In einer letzten Umarmung klammerte sie sich an ihren Vater. "Ich hab dich lieb!" flüsterte sie leise. Ein feines Lächeln zuckte über das Gesicht ihres Vaters. "Ich werde immer bei dir sein! Geh jetzt mein Schatz!" Die Gestalt ihres Vaters verschwamm. Kurz glaubte sie in das Gesicht von Talerian zu sehen. "Wenn du dich selbst erkennst, wirst du leben!" Der unwirkliche Ort der Toten verwandelte sich zurück in die runde Kristallkugel, ein Sog setzte ein und ihre Gedanken wirbelten durcheinander. "Wie kann man Gesetze brechen?" Ein Licht erhellte das dunkle Gewirbel:"Sie sind es bereits! Raum und zeitlos, du bist nicht wirklich tot, doch du bist ihm nahe. Finde deinen Weg oder du wirst an der Ewigkeit zerschellen!"

    ----
    Auch auf die Gefahr hin, dass das grosse Geheimnis ein Schulaufsatz ist, bin ich mal gespannt wie's weitergeht

  8. #23
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    weiter....!

    Sie stand nur stumm da. Ihr kam es vor als befände sie sich in einem sehr langen Traum, doch ihr wurde bewusst das dies kein Traum sein konnt. Es wirkte einfach alles zu real.
    Noch etliche minuten später hörte sie die antwort auf ihre frage durch ihren kopf schallen......:"Sie sind es bereits! Raum und zeitlos, du bist nicht wirklich tot, doch du bist ihm nahe. Finde deinen Weg oder du wirst an der Ewigkeit zerschellen!" Woher her dieser Satz kam konnte se nicht identifiezieren, doch sie wünschte er würde ihr genauer erklärt werden.
    ....
    Traue Niemanden außer dir selbst, denn fast Niemand ist das was er zu seien scheint!
    Jeden Tag geht die Sonne auf!
    ...aber auch wieder unter.

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