Thema: Meisterzauber

  1. #1
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    Meisterzauber

    Wegen Abwesenheit meinerseits gelöscht.
    mechellion
    Geändert von mechellion (24.02.2009 um 17:11 Uhr)

  2. #2
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    Hallo mechellion,

    diesmal habe ich deine Stanze sofort erkannt. Ich habe deinen Text gern gelesen. Ich hoffe das Verfassen macht dir Freude und erfüllt dich mit einem Gefühl der Zufriedenheit, denn mal ehrlich: Nicht viele werden sich gerne durch diese recht altertümlichen Blöcke quälen.

    Mir hats gefallen.

    Gruß
    Woitek

  3. #3
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    Grüß dich, mechellion,

    musste zunächst Wikipedia bemühen, um den korrekten Aufbau einer "Stanze" nachvollziehen zu können.

    Hier der etwas karge Wortlaut:
    Die Stanze (Ottava rima) ist eine aus Italien stammende Gedichtform, die aus acht elfsilbigen Verszeilen mit dem Reimschema abababcc besteht. Die Stanze weist meist abwechselnd weibliche und männliche Kadenzen und eine Zweiteilung (V. 1-6 und 7-8) mit entsprechendem Wandel im Rhythmus auf.
    Der Lehrling brütet über alten Schriften,(11) xXxXxXxXxXx
    Ein Suchen dessen, was des Meisters Trick.(10) xXxXxXxXxX
    So will er, dass auch sie ihm Weisheit stiften(11) xXxXxXxXxXx
    Mit Fleiß und Arbeit und des Glücks Geschick.(10) xXxXxXxXxX
    Es will jedoch nur seinen Geist vergiften.(11) xXxXxXxXxXx
    Im Finster’n gründet nichts sein suchend’ Blick.(10) xXxXxXxXxX
    So ist die Kunst des Meisters ihm verschlossen,(11) xXxXxXxXxXx
    Trotz harter Prüfung Einsicht nicht vergossen.(11) xXxXxXxXxXx

    Nach Analyse der ersten Strophe scheint alles perfekt zu sein, wobei die Forderung nach durchgehend 11 Silben wohl im Deutschen nicht möglich scheint. Reimschema und Kadenzwechsel sind jedenfalls sauber eingehalten.

    Erinnert schon sehr an Altmeister Goethes "Zauberlehrling", wobei ab Z3 in S1 nicht klar wird, ob hier der Meister oder der Lehrling gemeint ist. Wen meinst du dort mit: "So will er"? Falls es sich auf den Lehrling beziehen sollte, wovon ich ausgehe, fragt man sich, warum dieser durch das Studium der alten Schriften seinen Geist vergiften will, wenn er sich zuvor schon darüber im Klaren ist, dass er sein Ziel nur mit Fleiß, viel Arbeit und Geschick erreichen kann.

    Handwerklich astrein, lässt es mich inhaltlich eher indifferent, obwohl mir bestimmte Passagen schon gut gefallen.

    Liebe Grüße
    crux

  4. #4
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    Moinsen ihrs

    @ Woitek
    Ich habe keine Ahnung, wer sich alles durch die Blöcke quälen wird, aber ich habe Freude daran, Stanzen zu erdichten. Es ist mir klar, dass solch umfangreiche Texte weniger gelesen werden, aber manchmal reichen ja auch wenige Kritiken.
    Ich danke dir, dass du gern mein Dings gelesen hast und freue mich für dich, dass du jetzt sofort erkannt hast, um was es sich hier handelt.

    @ crux
    Vielen Dank für die strukturelle Analyse. Habe mir jedenfalls Mühe gegeben eine einigermaßen gescheite Form einzuhalten. Ich habe auch mit "Durch die Säulen des Herakles'" eine Stanze geschrieben, die elfsilbig ist, jedoch auf männliche Kadenzen verzichten müssen. Es scheint schwierig zu sein, wie du schon schreibst aber ich ich werde nicht aufgeben, bis die perfekte Form erreicht ist.

    An Goethes "Zauberlehrling" erinnern die Wörter "Meister", "Zauber" und "Lehrling" nehme ich an. Allerdings befinden sich Meister und Lehrling nicht in einer magischen Welt. Der Text ist als Dialog angelegt und die Spiegelstriche zeigen an, wann der Redner wechselt. In meinem Dings geht es um die Kraft der Sprache, um Poesie und das Geheimnis ihrer Kraft.

    Der Lehrling will sich gar nicht vergiften, sondern das Studium vergiftet seinen Geist. Ich nehme an, dass du gelesen hast: "Er will jedoch nur seinen Geist vergiften." Es steht aber "Es..."
    Gemeint ist, dass das extreme Studieren über kurz oder lang nicht unbedingt zu Weisheit führen muss, und dass man die verborgenen wichtigen Dinge der Lehre oft "zwischen den Zeilen" findet.

    Danke dir für die Kritik. Inhaltlich konnte ich dich leider nicht überzeugen. Das mag an der komplexen Struktur des Dings liegen und an meinem Hang für das Einbauen mehrerer Bedeutungsebenen.


    Euch beiden besten Dank
    lyr. Grüße
    mechellion







    Kommst du aus Refus?

    Ich will dir eine Botschaft senden
    Die uns alle hier umfängt.
    Jetzt brauchst du sie nur zu finden
    Nur das Textchen zu ergründen
    Und ich will dir Ehre spenden.

    Ab nach oben, gehe nicht über Los! Ich ärgere dich weiter mit Rätseln.
    Gesucht wird die Losung, was uns zusammenhält. Du findest es im Text.[/B]
    Geändert von mechellion (23.01.2008 um 00:22 Uhr)

  5. #5
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    Lieber Mechellion,

    Du sprichst wahrlich in Rätseln, bin erst heute abend auf Dein "Refus" gestoßen und seitdem nicht mehr davon losgekommen . Nun hat es mich hierher verschlagen. Hiervon meinst Du Meister also uns Lehrlingen erzählen zu müssen ? Zunächst habe ich nun Deine Bitte befolgt und dieses "Dings" hier emporgehoben. Nun aber bin ich etwas unsicher: Welches "Enden" würde Dir Freude bereiten? Meinst Du damit die Lösung des Rätsels, das Du in dieses Gedicht hineingewoben hast? Das Finden des Wortes, der "Losung, die uns alle zusammenhält"?

    Nach dem Lesen des gesamten Fadens habe ich nun gelernt, dass es sich um eine Stanze handelt (Vorhaben Nr. 351 auf meiner to-do-list). Offensichtlich hat keiner das Akrostichon bemerkt, das man Dir doch eigentlich als Meister dieser Gedichtform fast automatisch unterstellen müsste. Du regst hier akrostichisch die Suche nach dem "Trick" an, vermute ich mal, und zwar mit: "Des Meisters Wort, es schläft inmitten".

    Ich zumindest fühle mich genauso blind wie Dein Lehrling, und vielleicht meinst Du ja auch die Blindheit, die uns alle zusammenhält. Einen Schlüssel vermute ich in dem Hinweis "jedes dritte Wort" in "ruhig steht" und dem "Hauch", den man beim Lesen nur vernimmt. Auch in einer Deiner Antworten fand ich vermutlich einen Hinweis: Es geht um die Kraft der Poesie, deren Geheimnis irgendwie zwischen den Zeilen verborgen liegt. Wenn ich all das zusammenreime , dann springt es mich klar an: Du musst wohl das Metrum meinen, aber .... Leider bezieht es sich nicht auf jedes dritte Wort! In diesem Gedicht nicht einmal auf jede dritte Silbe! Und könnte man das Metrum als "Ort" bezeichnen? Und der Reim kann es auch nicht sein, weil ja doch viele von uns auch reimlos dichten, und hier die Reime ja auch nirgends nur dritte Wörter betreffen. Alles andere, was ich an Decodierung versucht habe (jedes dritte Wort aneinanderreihen, jedes dritte Wort jeden Verses, von oben nach unten, von unten nach oben), ergibt auch nichts! Ich habe nun keinen Nerv mehr, allein zu rätseln. Ich bin Freundin von Teamwork, vielleicht kommen wir gemeinsam ja weiter....

    Abgesehen von Deinem Rätsel, hätte ich noch einige Anmerkungen:

    S2Z1: Die Betonung auf ohnmächtig empfinde ich als falsch - voll Ohnmacht?
    S2Z2: Muss es unbedingt "im düster'm" sein, oder ginge nicht auch "im dunklen"?
    S2Z7: Von der Wortstellung gefiele mir "Trägst du nicht stets der..." besser.

    S3Z4: "allzu" würde ich so betonen, vielleicht "zu tief/stark..."?
    S3Z8: Es müsst ja eigentlich "einen Hauch" heißen. Diese Zeile ist schon sehr grenzwertig. Wie wäre es mit "Fast nur den Hauch hast lesend du vernommen."

    S4Z6: M.E. müsste es heißen "der Wörter schlichter Schein", oder?

    Insgesamt ist an etlichen Stellen die Satzstellung ziemlich verdreht. Das sind wohl Abstriche, die man beim Schreiben eines Akrostichons machen muss. Weil die Sprache aber ja sehr mystisch angehaucht ist, empfinde ich das weitgehend als passend. Wie Du mehrere Ebenen und Aussagen ineinander verflochten hast, beeindruckt mich tief. Sehr gern hier gestrandet und gegrübelt. Liebe, kryptologische Grüße

    the witch

    P.S.: Ach so ja: Natürlich auch von mir alles Gute zu Deinem Geburtstag, nun schon 10 Minuten zu spät, aber trotzdem von Herzen....
    Geändert von the witch (23.01.2008 um 00:10 Uhr)
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  6. #6
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    Nohm liebe witch

    Des Rätsels Lösung ist ganz nah.
    Der Ehre Kelch steht dir bereit.
    Es dauert nur noch kurze Zeit,
    So wie ich's aus der Ferne sah.

    Du hast den rechten Pfad beschritten.
    Es wird ein Wort des Meisters stehn.
    Die Drei ist groß, doch such inmitten,
    So wie ich's mach, dann wirst du's sehn.


    anerkennend lyr. Grüße
    mechellion
    Geändert von mechellion (30.01.2008 um 12:48 Uhr)

  7. #7
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    Sorry, mechellion

    ich bin zu blöd. Die große Drei verstehe ich einfach nicht. Meine letzte, bisher beste und bis auf das dritte Wort passende Idee war das Wort "Mitte", das ja in-mitte-n steht. Die Mitte hält uns auch alle zusammen, aber was die 3 damit zutun haben sollte, sehe ich nicht. Da ich heute auch ein ganz klein wenig früher schlafen möchte und mich nun verabschiede, gebe ich mit der Bitte um einen weiteren Hinweis auf... Vielleicht sind ja andere schlauer. Trotz allem, total witzig und interessant, was Du Dir da zusammengepuzzelt hast.

    Im Traum weiter rätselnde Grüße

    the witch
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  8. #8
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    Moinsen liebe witch
    Dies wird der letzte Hinweis sein. Danach werde ich auflösen.



    In Eins nimm sieben oben fort,
    Du findest nicht die Losung dort.
    Nun nimm zur Hand das dritte Wort
    Und schreib's an einen andren Ort.
    In Zwei und Drei nimm nichts hinfort.
    Die Ausnahme: das dritte Wort.
    In Vier, du hast schon tief gebohrt,
    Nimm erster Zeile drittes Wort.
    Nun sind sie all an fremden Ort,
    Als sechs mal drei zusammen dort
    Und du so nah, so fahre fort.
    Dir tapfrer Held, dir scheint die Sonn'.
    Wie macht es der mechellion?




    lyr. verschmitze Grüße
    mechellion

    p.s.: war die letzten Tage abwesend.

  9. #9
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    Mein lieber großer Meister,

    wir dummen Lehrlinge brauchen einfach etwas länger, habe Nachsicht und Geduld mit uns :

    Phantastischer Träumer!
    Oh Dichtergenie!
    Es gilt Dir mein Lob,
    so weise: Nur Du!

    Ich fand mit "aha",
    ehrfürchtigem Herz
    im Zaubergewirr
    so düsterer Worte

    tatsächlich den Grund!



    Seeeehrrr schön! Aber ohne Hilfe unauflösbar... Liebe, von Respekt und Hochachtung getränkte Grüße

    the witch
    Geändert von the witch (31.01.2008 um 16:51 Uhr)
    .........................................
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  10. #10
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    Nohm liebe witch.

    Du reichst mir Lorbeeren, die ich nicht verdiene und schmeichelst mir und ich erröte. Aber dir gebührt die Ehre, weil du bis zum Ende gegangen bist und das Rätsel gelöst hast. Du hast nicht locker gelassen und mein kleines Spiel mitgespielt und mir eine große Freude bereitet. Ich danke dir herzlich. Dies ist dein Lohn:

    Hier reich ich die güldene Krone,
    O herrlicher Held, dir empor.
    Hier nimm diesen Kelch dir zum Lohne,
    Er ehrt dich, so trete hervor!
    Ich reiche dir Lorbeer und Zepter-
    Trag all dies zur güldenen Krone.


    Ich widme den "Meisterzauber" dir.


    Du warst mit deiner ersten Lösung schon so nah dran, dass ich mich schon grämte, weil ich dachte, dass ich zu viele Hinweise auf einmal gegeben hätte.
    Du wirst einsehen, dass ich die gewissen Einwände, die du aufgrund der verdrehten Sätze hast, nicht ohne Weiteres werde umsetzen können, weil die meisten deiner Vorschläge das Mesostichon betreffen, welches inmitten friedlich vor sich hin schlummert.
    In Bezug auf
    Trügt auch zunächst der Wörter schlichte Schein.
    glaube ich nicht, dass du Recht hast, denn: "der schlichte Schein der Wörter" und nicht "der schlichter Schein der Wörter". Ich habe nur die Wörter umgestellt und den Sinn dabei nicht erändert.

    Ich danke dir weiterhin für deine originelle Antwort und habe es natürlich nicht übersehen, wie du antwortest. Es freut mich besoners.



    Ich will nun, da das Rätsel gelöst ist die Auflösung präsentieren.

    Poesie ist der Zauber war die Losung die inmitten des Dings schlummerte. Ein Mesostichon. Angekündigt durch das Akrostichon: Des Meisters Wort es schläft inmitten:

    Meisterzauber

    Der Lehrling brütet über alten Schriften,
    Ein Suchen dessen, was des Meisters Trick.
    So will er, dass auch sie ihm Weisheit stiften
    Mit Fleiß und Arbeit und des Glücks Geschick.
    Es will jedoch nur seinen Geist vergiften.
    Im Finster’n gründet nichts sein suchend’ Blick.
    So ist die Kunst des Meisters ihm verschlossen,
    Trotz harter Prüfung Einsicht nicht vergossen.

    Er ahnt ohnmächtig schon das finst’re Treiben.
    Ruft bald ein Frevel aus in düster’m Raum.
    Sag, Meister! Sag, wie ist’s mit diesem Schreiben?
    Wie bin ich fern, ich halt mich kaum im Zaum.
    [B]O/B]h, lass ein blindes Aug’ sich nicht aufreiben!
    Rastlos bin ich und seh’ die Formel kaum.
    Trägst du stets nicht der Weisheit letztes Hallen?
    Ein Wicht träumt nur in deinen Geist zu fallen. –

    So steht’s dort fest inmitten dieser Rollen.
    Siehst du es nicht, wie jedes dritte Wort,
    Canaille du, ruhig steht, du musst nur wollen?
    Hast du zu viel und, ach, allzu verbohrt
    Latein studiert! Ach, Armer, was nur sollen?
    Auf, auf! Und sieh und spüre diesen Ort! –
    Es ist bald da und doch so sehr verschwommen! –
    Fast nur ein Hauch beim Lesen hast’ vernommen.

    Trag diese Rede stets in deinem Herzen.
    Ich bin schon alt und kurz ist nur mein Sein.
    Nicht lass durch Kummer dir das Herze schwärzen!
    Mit allem was du hast, still deine Pein!
    Ich rat’ es dir mit Worten auszumerzen,
    Trügt auch zunächst der Wörter schlichter Schein.
    Tatsächlich ist das Innere zu sehen.
    Es ruft der Geist, der dieses kann verstehen.

    Nun trag' hinfort des Meisters weises Spinnen!
    Willst du nicht auch ein Zauberwort ersinnen?

    Beste lyr. Grüße
    mechellion
    Geändert von mechellion (31.01.2008 um 15:54 Uhr)

  11. #11
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    Lieber mechellion,

    ich fühle mich sehr geehrt, dass Du Dein Meisterdings mir widmest. Herzlichen Dank für diese nette Geste. Mesostichon heißt so was also - eigentlich logisch. Und wie nennt man dann das, was ich für die Hälfte Deiner Lösung benutzt habe: Telostichon? Wäre jedenfalls auch logisch...

    Klar, ist mir jetzt klar, wieso die Wortstellung so verdreht ist und natürlich auch bleiben muss. Was den Grammatikfehler angeht, folge ich Dir nicht: Das "der" ist hier der Artikel zu Wörter, muss es sein, denn Du würdest nie sagen "Es trügt der schlichte Schein Wörter". Wohl aber ist "schlichter Schein der Wörter trügt" denkbar. Vor allem bei dieser Wortstellung, die Du wählst, würde man auf den Artikel zu Schein verzichten, weil ja sonst zwei "der" aufeinanderfolgen müssten. Ich glaube also nach wie vor, dass Du hier verbessern müsstest.

    Liebe, besserwisserische Grüße

    the witch
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  12. #12
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    Hallo liebe witch

    Keine Ursache, gerne geschehen, du hast es verdient.

    Ich habe mir den vermaledeiten Genitiv zur Brust genommen. Genitivus Qualitatis, also. Ich habe eine wenig rumgelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass du doch Recht hast. Es klingt allmählich auch in meinen Ohren richtig, obwohl ich immer noch beide Versionen für möglich halte. Zunehmend erscheint mir deine Verbesserung aber die Richtigere zu sein. Danke für deine Hartnäckigkeit.

    Eine Telestichon hast du dann, wenn die letzten Buchstaben, Silben oder Wörter eines Verses oder einer Strophe rauf oder runter gelesen einen Sinn ergeben. Solch eines habe ich noch nicht verbrochen, weil es zu verwirklichen, meiner Meinung nach wirklich sehr schwer ist.

    danke für die besserwisserischen Grüße
    lyr. Grüße zurück
    mechellion

  13. #13
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    Tachen Dennis,

    Genial, genial, aber da wäre ich niemals drauf gekommen, wusste ja nicht einmal, dass es sowas wie ein "Mesostichon" gibt, hätte das Ding eher für die Urform des Elefanten (Mastodon) gehalten...*grins*

    Gefällt mir aber dennoch ausgesprochen gut, deine Idee und ich habe wieder was hinzu gelernt. Die Umsetzung dieses schwierig zu konstruierenden Textes ist dir wirklich toll gelungen, Respekt, eine reife Leistung, leider einen Grad zu schwierig für mich alten Ratefuchs.

    Gleiches gilt für unser wackeres Ratehexlein, sie war in der Tat schon sehr nahe an der Lösung, chapeau as well.

    Liebe Grüße
    crux

  14. #14
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    Hallo mechellion,

    na, dann habe ich Dir ja was voraus, was das Telestichon angeht, denn die letzten Buchstaben meines Antwortgedichtes (wenn auch ungereimt) stellen ja die zweite Hälfte Deiner Losung dar (von unten nach oben gelesen-hattest Du das auch gesehen?). Richtig?

    Noch 'nen lieben Gruß

    the witch
    Geändert von the witch (31.01.2008 um 16:52 Uhr)
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  15. #15
    Registriert seit
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    Holla the witch


    Phantastischer Träumer!
    Oh Dichtergenie!
    Es gilt Dir mein Lob,
    so weise: Nur Du!

    Ich fand mit "aha",
    ehrfürchtigem Herz
    im Zaubergewirr
    so düsterer Worte

    tatsächlich den Grund!
    Na da brat mir doch einer nen Storch!
    Das hatte ich natürlich nicht gesehen.
    RESPEKT!! Hast mich mit meinen eigenen Waffen geschlagen, mehr noch, mit Dingen, die ich noch nicht benutzte.
    Ich habe mich schon gefragt, ob ich deine Antwort, in der du das Telestichon erwähnst, nicht ganz richtig verstanden hatte. Aber du bist eine gerisssene Füchsin. Ich seh uns schon um den Meistertitel kloppen.
    Also das haut mich erhlich von den Socken.
    Ganz großes Kino hier. Da wird der Rätselsteller zum Sucher und so wendet sich das Blatt.
    Jetzt wird natürlich mein Ehrgeiz geweckt. Die Frage ist nur, wann mich die Muse knutscht und wann ich dann zurücktelestiziere.

    erstaunte und anerkenned respektvolle lyr. Grüße


    @ crux
    Besten Dank dir, dich hier noch einmal blicken zu lassen. Manchmal steckt die Tücke im Detail, wie ich soeben auch spüren musste, als ich witchs kleines Spiel nicht durchschaute. Ich glaube, wenn ich ein Mastodon im Text versteckt hätte, dann hättest du es gesehen. Warhscheinlich hättest du nur das Urviech gesehen und nicht den Text. Ich werde mich aber vielleicht dazu hinreißen lassen solch ein Rüsseltier zu verstecken.


    lyr. Grüße an euch

    mechellion

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