DER KRISTALL

Wir schreiben das Jahr 2050. Draußen, die hektische Welt. Nur ich stehe hier, im Regenbogenraum, und warte gespannt auf das Kommende. Ich arbeite für niemanden, ich bin ja noch ein Kind. Doch seit längerem teste ich neue Computerspiele für die Softwarefirma C.O.M., wofür ich nebenbei ein kleines Taschengeld verdiente. Ich war ausgestattet mit dem modernsten Schnick-Schnack, den unsere Zeit zu bieten hatte und mit einer alten, vergammelten Karte, auf der sie ganze Welt zu sehen war. "Zeige mit dem Finger auf irgendeinen Kontinenten", hatte mir der Chef gesagt. Nun gut. Ich zeigte auf Amerika.
Der Raum begann sich zu drehen, immer schneller und schneller, bis er stehen blieb. Ein Tür öffnete sich, von der ich mit Sicherheit sagen konnte, dass sie vorher noch nicht da war. Ich ging hindurch. Plötzlich war der Raum verschwunden und ich stand ganz verlassen zwischen Wolkenkratzern. Ich wusste, dass ich gegen fünf verschiedene Kreaturen kämpfen musste, in jedem Kontinent hielt sich eine versteckt. Nun war ich in San Francisco. Mir war klar, dass ich aus der Stadt heraus musste, enn ich glaubte nicht, dass ich mitten in der Stadt kämpfen musste. Doch vorher musste ich ein Photo auf meine Diskette speichern. Als ich an mir herunterblickte, wurde ich blass. Ich war mit einem Lederfetzen bekleidet, kein moderner Schnick-Schnack mehr... ich war ein Bettler! Ein Betteljunge in San Francisco. Nun, dann musste ich mich wohl auf den Weg machen. Doch nun sah ich etwas, was sicher nicht stimmen konnte. Ein riesengroßes Bürogebäude kam auf mich zu! Wenn das umstürzte, würde es etliche Menschen unter sich begraben! Doch als ich mich msah, merkte ich, dass ich das einzige Lebewesen war. OK, Problem gelöst. Niemand würde umkommen, niemand außer mir! Das war wahrscheinlich mein erster Gegner. Ich checkte meine Überlebens- und Gewinnchancen. Ich beherrschte nicht Karate oder sonst eine Kampftechnik, und ich bezweifelte, dass mir das helfen würde. ich rannte einfach, ohne nachzudenken, IN das Gebäude. Neben dem Empfang befand sich ein dunkelbraunes Kästchen aus Holz und daneben, das Glück stand auf meiner Seite, so viel Dynamit, um den Betonklotz in die ewigen Jagdgründe zu verbannen! Ich drückte auf den roten Knopf, auf dem DANGER stand, schnappte mir das Kästchen und raste nach draußen. Kaum war ich hinter einem Rolls-Royce in Deckung gegangen war, gab es einen furchtbar lauten Knall und Betonstücke flogen umher. Ich öffnete das Kästchen. Ich hatte den Kristall gefunden! Jedenfalls ein Teil von ihm. Nun musste ich nur noch vier Gefahren überleben, dann hatte ich es geschafft! Ich stellte mich gerade hin und rief:"Hallo! Ihr könnt mich jetzt abholen! Ich habe den Kristall!" Ehe ich mich versah, stand ich wieder im Regenbogenraum und tippte mit dem Finger auf den nächsten Kontinenten...